Die Philosophie von
inpraxima

inpraxima möchte die Welt ein klein wenig besser machen. Den Schlüssel hierfür sehen wir in Wissenschaft und Bildung. Sie sind die tragenden Säulen einer demokratischen Gesellschaft und die besten Schutzschilde gegen eine grassierende Stimmungs- und Angstmacherei und gegen ein ausuferndes „Leute-für-dumm-verkaufen“.


Es ist uns eine Herzensangelegenheit durch Wissenschaft und Bildung besonders junge Menschen zu ermutigen, sich – frei nach Kant - ihres eigenen Verstandes zu bedienen.


Wissenschaft & Bildung bei inpraxima

Aber ist Bildung nicht anstrengende, freudlose Zeitverschwendung? Und ist Wissenschaft nicht verantwortlich für Klimawandel und wachsende Ungleichheit, atomare Bedrohung, Entfremdung und Ausbeutung von Natur und Mensch? Unseres Erachtens kommt es darauf an, was man unter Wissenschaft und Bildung versteht und wie man beide betreibt. Daher sind uns folgende Grundsätze wichtig.


Bildung und Wissenschaft gehören für uns zusammen wie Yin und Yang. Letztendlich streben beide nicht nur nach Wissen und Erkenntnis, sondern nach einem tiefgreifenden, umfassenden Verständnis der Zusammenhänge.  Bei beiden weiß man nie, wo sie einen hinführen und was dabei herauskommt. Es kann sein, dass man, wie bei einem unserer Forschungsprojekte, mit einer mathematischen Fragestellung anfängt, sich dann aber mit Philosophie, Soziologie, Neurobiologie und Psychologie befasst, zwischendurch bei den griechischen Tragödien und Wagners Lohengrin landet, bevor man mit einer Handvoll Lösungsansätzen wieder zur Mathematik zurückkehrt.


Im Gegensatz zu Bildungstheoretikern, die schon seit geraumer Zeit darüber streiten, ob Bildung etwas mit Wissen oder Kompetenz zu tun hat, halten wir diese Unterscheidung für nebensächlich, da das eine das jeweils andere bedingt. Wissen muss in Handlung(en) münden. Man muss es nutzen, herausfordern, auf die Probe stellen, damit es wirksam wird. Für sich alleine genommen taugt Wissen nur etwas für TV-Shows. Kompetenz ist dann nichts anderes als das Vermögen, Wissen wirksam zu nutzen. 


Daher halten wir weder etwas von einer Trennung von Theorie und Praxis noch haben wir Angst davor, dass sich eine sogenannte reine Wissenschaft durch Anwendung in der Praxis „verunreinigen“ könnte. Alle Wissenschaften haben letztlich ihren Ursprung in praktischen Problemen. Aus diesem Grund sollten sie bei der Lösung praktischer Probleme mitwirken, wenn nötig, auch über Fachbereichsgrenzen hinweg. Eine dogmatische Trennung wissenschaftlicher Disziplinen macht aus unserer Sicht wenig Sinn. 


Wissenschaft und Bildung sind beide der Wahrheit verpflichtet. Fakten und nicht Meinungen, wie möglicherweise manche denken mögen, haben für sie den höchsten Stellenwert. Ändert sich die Faktenlage, so beharren gute Wissenschaftler nicht auf ihren Lösungen, sondern suchen Neue. Ohnehin halten sie sich mit abschließenden Urteilen zurück und beziehen erst dann Stellung, wenn sie eine fundierte Antwort haben. Diese ist dann logisch durchdacht und mehrfach überprüft.


Wir leben in einer lauten, hektischen Welt. Haben keine Zeit, lange über Dinge nachzudenken. Gute Wissenschaft und echte Bildung brauchen aber vor allem Zeit. Zeit, die man Forschenden (zurück-)geben muss. Ideen müssen sich entwickeln können. Sie müssen reifen dürfen wie ein guter Wein, der mitunter Jahre benötigt, um sein volles Bouquet zu entfalten. Auch Gras wächst bekanntlich nicht schneller, wenn man daran zieht.